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Lesedauer 9 Min.
Auswandern – so gelingt der Schritt zu deinem neuen Leben im Ausland
VERFASST VON
Mattheo
VERÖFFENTLICHT AM
Mon Feb 06 2023
Viele Menschen träumen davon auszuwandern. Sie wollen aus dem Alltag ausbrechen und eine neue Kultur kennenlernen. Meistens ist das Ziel dabei ein Land, das sie bereits von Reisen kennen und das ihnen besonders interessant und lebenswert erscheint. Ein angenehmes Klima, eine Stadt mit reichhaltigem kulturellen Angebot oder das südländische Lebensgefühl können Gründe dafür darstellen. Obwohl viele Menschen davon träumen, in einem anderen Land zu leben, führen nur die wenigsten diesen Schritt tatsächlich durch. Dafür gibt es ganz reale Gründen – beispielsweise dass es nicht immer leicht ist, einen neuen Job im Ausland zu finden. Viele Menschen fürchten jedoch auch den bürokratischen Aufwand, der damit verbunden ist. Allerdings ist dies meistens gar kein so großes Problem, wie es auf den ersten Blick erscheint. Hier stellen wir dir vor, was du hierfür in verschiedenen Ländern beachten musst.
Die Abmeldung bei den Behörden am bisherigen Wohnort
Der erste Schritt beginnt bereits in der Heimat. Hier musst du dich beim Einwohnermeldeamt abmelden. Das kannst du bereits erledigen, bevor du dich an deinem neuen Ziel niederlässt. Als neuen Wohnort musst du hierbei keine konkrete Adresse, sondern lediglich das Land angeben, in dem du dich niederlassen willst. Bewahre die Abmeldebestätigung gut auf! Wenn du später einmal an deinem neuen Wohnsitz einen Reisepass beim Konsulat beantragen willst, musst du diese in der Regel vorlegen.
Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis im Zielland beantragen
Wenn du dich in einem neuen Land niederlässt, willst du dort dauerhaft leben und wahrscheinlich auch arbeiten. Dafür benötigst du eine entsprechende Genehmigung. Zumindest innerhalb der EU sollte dies kein großes Problem darstellen. Doch auch hier musst du dafür meistens einige Formalitäten erledigen. Hier stellen wir dir vor, wie du in den beliebtesten Auswanderungsländern dabei vorgehst.
Deutschland
Dieser Artikel richtet sich nicht nur an Menschen, die aus Deutschland auswandern möchten, sondern auch an Ausländer, die sich in Deutschland niederlassen wollen. Für EU-Bürger ist dies ausgesprochen einfach. In diesem Fall benötigst du weder eine spezielle Aufenthalts- noch eine Arbeitserlaubnis. Du musst dich einfach mit deinem Reisepass oder Personalausweis bei der zuständigen Meldebehörde anmelden – genauso wie dies auch deutsche Staatsbürger nach einem Umzug tun müssen. Auch bei der Aufnahme einer Beschäftigung reicht es aus, die entsprechenden Dokumente dem Arbeitgeber vorzulegen. Wenn du hingegen nicht aus einem EU-Land stammst, musst du bei der Ausländerbehörde eine Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis beantragen. Dafür musst du einen wichtigen Grund angeben – beispielsweise die Aufnahme einer Arbeit. Es bestehen jedoch noch viele weitere Möglichkeiten. Um die entsprechenden Details zu erfahren, bietet es sich an, ein deutsches Konsulat in deinem Heimatland aufzusuchen. Ohnehin ist es notwendig, das Arbeitsvisum bereits vor der Einreise nach Deutschland beim Konsulat zu beantragen.
Großbritannien
Großbritannien stellt eines der beliebtesten Ziele für die Auswanderung dar. Bis zum Austritt aus der EU war es problemlos möglich, sich dort niederzulassen. Wenn du bereits in Großbritannien lebst und dort eine Arbeitserlaubnis hast, bleibt diese in der Regel bestehen. Ist dies jedoch nicht der Fall, musst du eine Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis beantragen. Hierbei hat die Regierung ein Punktesystem eingeführt, das höher qualifizierte Antragsteller begünstigen soll. Dabei erhältst du beispielsweise Punkte für deine Bildungsabschlüsse und für deine Englisch-Kenntnisse. Auch die Höhe des Gehalts bei deinem Jobangebot spielt eine wichtige Rolle.
Frankreich
Sich in Frankreich niederzulassen, ist besonders einfach. Als EU-Bürger benötigst du hierfür nur deinen Personalausweis oder deinen Reisepass. Es besteht keine Meldepflicht. Allerdings kannst du freiwillig eine Aufenthaltserlaubnis beantragen, die normalerweise problemlos ausgestellt wird. Diese ist beispielsweise für die Eröffnung eines Bankkontos sinnvoll – allerdings nicht zwingend notwendig. Wenn du nach Frankreich auswanderst, musst du jedoch beachten, dass du hierfür einen Einkommensnachweis erbringen musst. Zwar besteht die Möglichkeit, bis zu sechs Monate ohne diesen nach einem Job zu suchen. Wenn diese Zeit verstrichen ist und du bis dahin kein Einkommen nachweisen kannst, ist es möglich, dass du das Land wieder verlassen musst.
Spanien
Auch das Auswandern nach Spanien stellt für EU-Bürger kein großes Problem dar. Der erste Schritt besteht hierbei stets darin, bei der Ausländer-Abteilung der Nationalpolizei eine Identifizierungsnummer für Ausländer zu beantragen. Diese ist unter der Abkürzung NIE (Número de Identidad de Extranjero) bekannt und wird für dein weiteres Leben in Spanien eine wichtige Rolle spielen. Du benötigst sie beispielsweise, um eine Arbeit aufzunehmen, um ein Bankkonto zu eröffnen oder um ein Haus zu bauen. Außerdem dient sie als Steuernummer. Um diese Identifizierungsnummer zu erhalten, musst du entweder einen gültigen Arbeitsvertrag in Spanien vorlegen oder nachweisen, dass du mit einer selbstständigen Tätigkeit deinen Lebensunterhalt bestreiten kannst. Nachdem du sie erhalten hast, musst du dich noch auf dem örtlichen Rathaus anmelden.
Italien
Auch in Italien kannst du dich als EU-Bürger problemlos niederlassen. Allerdings besteht hier eine Meldepflicht. Spätestens 20 Tage nach deinem Umzug musst du dich hier anmelden. Dafür benötigst du einen Personalausweis oder einen Reisepass und eine Steuernummer. Außerdem ist ein Arbeitsvertrag erforderlich. Manche Gemeinden verlangen außerdem einen Mietvertrag.
Niederlande
Sehr unkompliziert ist die Auswanderung in die Niederlande. Für Aufenthalte bis zu einer Dauer von vier Monaten ist keinerlei Anmeldung notwendig. Wenn du länger bleiben willst, musst du auf dem Rathaus eine sogenannte Bürgerservicenummer beantragen. Diese kannst du dann für alle weiteren Behördengänge und auch für deine Steuererklärung verwenden.
Schweiz
Die Schweiz ist das beliebteste Auswanderungsland der Deutschen. Obwohl sie nicht Mitglied der EU ist, hast du dort als EU-Bürger die uneingeschränkte Personenfreizügigkeit. Das bedeutet, dass du dich hier problemlos bis zu sechs Monate aufhalten kannst. Nachdem diese Frist vorbei ist, musst du einen Arbeitsvertrag vorlegen. Daraufhin erhältst du eine Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis für eine Dauer von fünf Jahren. Diese kann nach diesem Zeitraum in eine unbefristete Genehmigung umgewandelt werden, wenn du bis dahin weiterhin in der Schweiz arbeitest.
Österreich
Österreich steht bei den deutschen Auswanderern an zweiter Stelle. Bis zu drei Monate kannst du dich hier ohne Einschränkungen aufhalten. Danach unterliegst du der Meldepflicht. Um dich anzumelden, benötigst du neben den erforderlichen Papieren wie Personalausweis und Geburtsurkunde auch einen Nachweis darüber, dass du selbst für deinen Lebensunterhalt aufkommen kannst. Dieser kann beispielsweise durch einen gültigen Arbeitsvertrag oder über eine entsprechende Kapitalrücklage erfolgen.
Weitere Länder
Es gibt noch viele weitere Länder, die bei Auswanderern beliebt sind. Wenn dein Ziel ein Land in der Europäischen Union ist, stellt die Ausreise in der Regel kein großes Problem dar. Hierbei musst du nur nachweisen können, dass du selbst für deinen Lebensunterhalt aufkommen kannst. Außerhalb der EU ist dies jedoch häufig schwieriger. Dabei musst du meistens einige weitere Bedingungen erfüllen. Auf jeden Fall solltest du dich bereits frühzeitig über die Anforderungen informieren. Am besten machst du hierfür einen Termin beim Konsulat des entsprechenden Landes aus. Hier erhältst du präzise und verlässliche Informationen.
Auswandern: Eine gute Planung ist wichtig
Eine gute Planung ist sehr wichtig, damit die Auswanderung zu einem Erfolg wird. Informiere dich nicht nur über die rechtlichen Anforderungen. Auch eine längere Reise in das Zielland ist unbedingt zu empfehlen, bevor du deine Entscheidung triffst. So erkennst du, ob du mit der Kultur und der Sprache zurechtkommst. Außerdem kannst du dabei auch die Möglichkeiten auf dem lokalen Arbeitsmarkt in Erfahrung bringen. Bevor du auswanderst, ist es nicht nur wichtig, dass du über alle Genehmigungen verfügst. Es ist auch ratsam, bereits vor der Abreise über das Internet eine Unterkunft für einen längeren Aufenthalt zu suchen.
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